Anwendungsfälle im Überblick
Flughäfen und Bahnhöfe
An Flughäfen und Bahnhöfen entscheidet sich in Minuten, ob ein Tag rund läuft. Wer erst reagiert, wenn die Schlange steht, ist zu spät - und muss sich gegenüber Airlines, Mietern und Behörden trotzdem erklären.
Vorteile:
- Wartezeit an der Sicherheitskontrolle: gemessen statt geschätzt - als Nachweis gegenüber Airlines, Bahnbetreibern und Aufsichtsbehörden.
- Ankunftsprozess im Blick: vom Aussteigen über Gepäckband und Zoll bis in die Ankunftshalle - der Teil der Reise, den kein Flugplan abbildet.
- Mietwerte je Terminalfläche: die Frequenz vor der Fläche ist die Zahl, auf der Retail- und Gastromieten verhandelt werden.
- Evakuierung planbar machen: Belegung je Bereich und Stunde, vollständig protokolliert.
- Kontrollspuren richtig besetzen: wie viele Spuren zu welcher Stunde offen sein müssen, damit der vereinbarte Service-Level hält.
- Auffälligkeiten früh erkennen: ACS meldet ungewöhnliche Personenströme automatisch an die Leitstelle.
Smart Buildings und Facility Management
Leerstehende Besprechungsräume und überfüllte Zonen kosten beide Geld. Solange niemand weiss, wie eine Fläche tatsächlich genutzt wird, werden Mietverträge, Reinigungspauschalen und Anlagenlaufzeiten nach Annahmen bezahlt statt nach Bedarf.
Vorteile:
- Mietfläche verkleinern: belegte gegen bezahlte Quadratmeter - die Zahl, mit der ein Mietvertrag neu verhandelt wird.
- Desk-Sharing-Quote ermitteln: wie viele Arbeitsplätze je hundert Mitarbeitende gleichzeitig besetzt sind.
- Zertifizierungen bedienen: LEED, BREEAM und Minergie verlangen Nutzungsnachweise - ACS liefert sie mit lückenlosem Verlauf.
- Reinigung nach Nutzung abrechnen: der Reinigungsvertrag folgt der Belegung statt einer Pauschale.
- HLK und Licht steuern: Belegungsdaten gehen über API oder Webhook direkt in die Gebäudeleittechnik.
- Ohne Kamerabild: es entsteht kein Video und kein Bild verlässt den Sensor - das Argument für Betriebsrat und Datenschutzbeauftragte.
Museen und Kultureinrichtungen
Ein Museum wird an Eintritten gemessen, arbeitet aber mit Wegen, Aufmerksamkeit und Verweildauer. Wer diesen Unterschied nachweisen kann, argumentiert anders - gegenüber Trägerschaft, Förderern und Leihgebern.
Vorteile:
- Verweildauer pro Exponat: wie lange Besucher wirklich stehen bleiben - die Grundlage für Kuratierung und Hängung.
- Leihgaben verhandeln: das Publikum, das ein Werk tatsächlich erreicht hat, ist das Argument gegenüber Leihgebern und Versicherern.
- Förderberichte, die tragen: Kanton, Stiftungen und Trägerschaft wollen gemessene Besucherzahlen.
- Sonderausstellung gegen Dauerausstellung: was die Ausstellung wirklich zusätzlich gebracht hat, vorher und nachher gemessen.
- Aufsicht nach Saal: Personal wird dort besetzt, wo an diesem Tag Betrieb ist - nicht nach starrem Plan.
- Öffnungszeiten überprüft: welche Stunden sich tragen und welche du streichen oder verlängern solltest.
Betriebskantinen
In der Kantine entscheidet eine halbe Stunde über die Stimmung im ganzen Haus. Seit Homeoffice zum Normalfall geworden ist, trägt der Erfahrungswert von früher die Planung nicht mehr.
Vorteile:
- Produktionsmenge treffen: wer am Vortag weiss, wie viele kommen, produziert weniger auf Verdacht - weniger Foodwaste bei tieferen Kosten.
- Homeoffice-Quote messen: der Wochenvergleich zeigt, an welchen Tagen das Haus wirklich voll ist.
- Ausgabezeit statt Wartezeit: wie lange die Schlange an jeder Ausgabelinie steht und ab wann sich eine zweite Kasse rechnet.
- Spitze verteilen: eine Live-Anzeige am Eingang oder im Intranet verschiebt einen Teil der Gäste von selbst.
- Verpflegungsbeitrag belegen: was der Arbeitgeber je Essen zuschiesst, lässt sich gegen echte Gästezahlen rechnen.
- Personal pro Viertelstunde: die gemessene Frequenz wird in konkrete Schichtbedarfe umgerechnet.
Freizeitparks und Events
Im Freizeitpark ist Warten Teil des Produkts - bis es kippt. Was für Gäste nach Stimmung aussieht, muss im Ernstfall als Zahl vorliegen.
Vorteile:
- Wartezeit als Teil des Erlebnisses: gemessene Wartezeiten lassen sich in App, Website und Anzeigen ausspielen.
- Bewilligungsauflagen einhalten: behördlich vorgegebene Kapazitätsgrenzen werden überwacht und lückenlos dokumentiert.
- Sicherheitskonzept mit Zahlen: wo sich Menschen verdichten, wann und wie schnell - nachweisbar statt angenommen.
- Wege entzerren: Heatmaps und Wegeanalysen zeigen, wo Gäste stehenbleiben und wo sich Wege verstopfen.
- Aktionen bewerten: Besucherzahlen und Verweildauer vor, während und nach einer Aktion - so wird sichtbar, was wirklich gewirkt hat.
- Wetter als Faktor: die Wetterkorrelation macht Jahresvergleiche fair, statt Regentage zu Ausreissern zu erklären.
Öffentlicher Verkehr und Stadtplanung
Takt, Ausbau und Stadtentwicklung werden über Jahre entschieden - mit Zahlen, die jemand geliefert haben muss. Von der einzelnen Haltestelle bis zum stadtweiten Netz gilt derselbe Massstab: nachvollziehbar, vergleichbar, prüfbar.
Vorteile:
- Fahrgastzählung fürs Besteller-Reporting: Kanton und Bund verlangen belastbare Zahlen - die Sensoren zählen nach Herstellerangabe mit bis zu 99 % Genauigkeit.
- Barrierefreiheit mit Substanz: Rollstuhl, Kinderwagen und Fahrrad werden als eigene Klassen erfasst und ausgewiesen.
- Umsteigebeziehungen verstehen: welche Zonenfolgen zwischen Perrons, Unterführungen und Ausgängen am häufigsten vorkommen.
- Fussgängerfrequenz für die Stadt: Passantenströme an Plätzen und in Einkaufsstrassen als Grundlage für Stadtentwicklung und Standortentscheide.
- Takt planen: historische Frequenzen über bis zu 730 Tage zeigen, wo ein dichterer Takt wirkt und wo nicht.
- Anonym von Anfang an: es werden keine Bilder gespeichert und keine Personen identifiziert.
Häufige Fragen
Was uns zu den Anwendungsfällen am häufigsten gefragt wird.
Ja. Es gibt keine Mindestgrösse. Schon ein Sensor an einem Eingang liefert Frequenz, Stosszeiten und Vorjahresvergleiche. Wie viele Sensoren eine Fläche braucht, hängt von Deckenhöhe, Durchgangsbreite und den Zonen ab, die du auswerten willst.
Live-Zählungen siehst du, sobald die Sensoren montiert und die Zähllinien konfiguriert sind. Vergleiche und Prognosen brauchen einen Referenzzeitraum: die Besucherprognose rechnet umso genauer, je mehr ausgewertete Tage vorliegen.
Ja. Standorte, Regionen und Länder lassen sich direkt vergleichen, und ähnliche Standorte lassen sich zu Clustern zusammenfassen, damit der Vergleich fair bleibt.
Die sechs Beispiele sind keine Begrenzung. Entscheidend ist nur, ob sich Menschen über eine Fläche bewegen und ob eine Entscheidung davon abhängt. Im Erstgespräch schauen wir uns deinen Fall konkret an.
Nein. Wir richten Zähllinien und Zonen ein, konfigurieren die Sensoren vor und warten sie aus der Ferne. Du brauchst kein Sensor-Know-how im Haus.
Nein. Die Sensoren hängen unauffällig an der Decke, es entsteht kein Bild und niemand muss etwas tun. Wo eine Live-Anzeige gewünscht ist, wird sie bewusst sichtbar aufgestellt.